Abgaben



Bei den im Privathaushalt üblichen 450€-Minijobs fallen folgende Mehrkosten auf den Lohn an:

  • 5% gesetzliche Rentenversicherung
  • 5% gesetzliche Krankenversicherung
  • 2% pauschale Lohnsteuer (bei 450€-Minijobs)
  • 0,9% Umlage U1 zum Ausgleichsverfahren bei Krankheit
  • 0,3% Umlage U2 (Ausgleich der Aufwendungen nach dem Mutterschutzgesetz)

In der Summe ergibt dies also 14,44 % zusätzlicher Abgaben auf den vereinbarten Nettolohn. Beispielsweise müssten bei 200 Euro monatlichem Gehalt also 28,88 Euro zusätzlich an die Minijob-Zentrale abgeführt werden. Während das Gehalt direkt an den Minijobber ausgezahlt wird, werden diese Mehrkosten von der Minijob-Zentrale halbjährlich vom Arbeit gebenden Privathaushalt eingezogen.

Rechtlich gesehen gelten für Minijobs im Privathaushalt die gleichen Bestimmungen wie für andere Arbeitsverhältnisse auch, insbesondere bezüglich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mutterschutz und Urlaubsanspruch. Um Streit und Meinungsverschiedenheiten in diesen Punkten von Beginn an vorzubeugen, empfiehlt sich daher für beide Seiten der Abschluss eines ordentlichen Arbeitsvertrages vor Aufnahme der Tätigkeit.

Nähere Angaben hierzu finden Sie in der Broschüre Minijobs in Privathaushalten der Minijob-Zentrale.

Letzte Aktualisierung: 12. Januar 2017

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