50 Arbeitstage im Jahr



Kurzfristiger Minijob mit maximal 50 Arbeitstagen im Jahr

Wenn ein Arbeitgeber einen Minijobber befristet, jedoch länger als zwei Monate einstellen möchten, gibt es eine weitere Möglichkeit: Die Befristung des Minijobs auf höchstens 50 Arbeitstage. Hier ist der zeitliche Rahmen, in dem der Minijobber seine 50 Werktage arbeiten kann, wesentlich weiter gesteckt und beträgt maximal ein Jahr – z.B. der Einsatz von Wochenendaushilfen auf einer mehrmonatigen Autobahnbaustelle. Auch hier gilt: Die Befristung muss auch über einen längeren Zeitraum vor Beginn der Tätigkeit erkennbar sein und vertraglich festgehalten werden.

50 Arbeitstage für die Dauer eines Jahres – das mag für manchen Arbeitgeber zunächst nach einer verlockenden Möglichkeit klingen, die von ihm unterhaltenen, dauerhaften 450-Euro-Minijobs in kurzfristige Minijobs nach 50-Arbeitstage-Regelung umzuwandeln. Damit könnte er schließlich die für seine 450-Euro-Minijobber zu zahlenden Beiträge zur Sozialversicherung sparen – kurzfristige Minijobs sind ja auch für den Arbeitgeber beitragsfrei. Und auch zeitlich würde es passen: Werden noch Urlaubszeiten abgerechnet, wird ein einmal in der Woche arbeitender Minijobber nicht an mehr als 50 Tagen im Jahr tätig sein. Hier haben Sie jedoch die Rechnung ohne den Staat gemacht: Erstens wird bei der Anmeldung des kurzfristigen Minijobs nach 50-Tage-Regelung geprüft, ob die Beschäftigung nicht etwa auf ständige Wiederholung und auf Dauerhaftigkeit angelegt ist. Und zweitens ist es nach einem Jahr erst einmal vorbei mit der „Kurzfristigkeit“, da der Gesetzgeber nach Ablauf eines Ein-Jahres-Vertrages eine Sperrfrist von zwei Monaten vorsieht. Dauerhaft Beschäftigte, die z.B. an einem Arbeitstag pro Woche arbeiten, gelten also grundsätzlich nicht als kurzfristige Minijobber.

Letzte Aktualisierung: 27. Januar 2014

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