Abgaben    11. September 2019

Bei den im Privathaushalt üblichen 450€-Minijobs fallen folgende Mehrkosten auf den Lohn an:

  • 5% gesetzliche Rentenversicherung
  • 5% gesetzliche Krankenversicherung
  • 2% pauschale Lohnsteuer
  • 1,6% zur Unfallversicherung
  • 0,9% Umlage U1 zum Ausgleichsverfahren bei Krankheit
  • 0,19% Umlage U2 (Ausgleich der Aufwendungen nach dem Mutterschutzgesetz)

Zusätzlich zum vereinbarten Gehalt fallen also knapp 15% Abgaben an. Bei maximal 450 Euro Monatsgehalt entspräche dies Mehrkosten von 66,11 Euro. Die Minijob-Zentrale bietet zur genauen Berechnung einen Haushaltsscheck-Rechner an.

Während das Gehalt direkt an den Minijobber ausgezahlt wird, werden diese Mehrkosten von der Minijob-Zentrale halbjährlich vom Arbeit gebenden Privathaushalt eingezogen.

Rechtlich gesehen gelten für Minijobs im Privathaushalt die gleichen Bestimmungen wie für andere Arbeitsverhältnisse auch, insbesondere bezüglich Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Mutterschutz und Urlaubsanspruch. Um Streit und Meinungsverschiedenheiten in diesen Punkten von Beginn an vorzubeugen, empfiehlt sich daher für beide Seiten der Abschluss eines ordentlichen Arbeitsvertrages vor Aufnahme der Tätigkeit.