Was ist ein Minijob im Privathaushalt?

9. Dezember 2021

Wenn von einem Minijob im Privathaushalt die Rede ist, handelt es sich in aller Regel um eine angestellte Haushaltshilfe, welche haushaltsnahe Tätigkeiten, die üblicherweise durch Familienmitglieder ausgeübt werden, übernimmt.

Die Minijobber im Privathaushalten üben diese Tätigkeiten gegen Bezahlung aus, so dass ein Arbeitsverhältnis zwischen Privathaushalt und Haushaltshilfe entsteht.

Aufgabenbereiche

Vielen dürfte hier zunächst die Reinigungskraft oder auch Putzhilfe einfallen, die ein oder zweimal die Woche die anfallenden Reinigungsarbeiten im Haushalt erledigt. Regelmäßig handelt es sich dabei um Hilfen bei der Reinigung von Böden, Fenstern oder der Wäsche. Private Haushaltshilfen erledigen aber nicht nur die Haushaltsreinigung, sondern auch zahlreiche weitere Tätigkeiten im und um den Privathaushalt herum.

So erledigen private Haushaltshilfen auch die Bügelwäsche oder kümmern sich um die Einkäufe der Familie. Denkbar sind aber natürlich auch Betreuungsleistungen durch eine private Haushaltshilfe im Minijob. So kann die Betreuung der Kinder am Nachmittag ebenso durch eine private Haushaltshilfe im Minijob erfüllt werden, wie die Unterstützung von Senioren bei der Erledigung hauswirtschaftlicher Tätigkeiten.

Aber nicht nur im Haushalt kommen die privaten Haushaltshilfen zum Einsatz. Auch außerhalb der eigenen vier Wände lassen sich viele Haushalte bei der Gartenarbeit, wie Rasenmähen oder dem Heckenschnitt, durch einen Minijob unterstützen.

Minijobber anmelden – auch im Privathaushalt

Um einen Minijobber im Privathaushalt rechtssicher zu beschäftigen, ist eine Anmeldung des Minijobbers bei der Minijob-Zentrale notwendig.

Der Privathaushalt tritt dabei als Arbeitgeber auf und stellt die Haushaltshilfe als Minijobber an. Grundsätzlich müssen für die Anmeldung einer privaten Haushaltshilfe bei der Minijob-Zentrale folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • es liegt eine Beschäftigung gegen Entgelt vor,
  • Grundlage ist ein Arbeitsvertrag und
  • es handelt sich um haushaltsnahe Tätigkeiten.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so kann die Haushaltshilfe als Minijobber im Privathaushalt beschäftigt werden.

Noch Gefälligkeit oder schon Beschäftigung?

Gefälligkeitsleistungen, die in aller Regel von Angehörigen, Freunden oder Nachbarn erbracht werden gelten nicht als Beschäftigung. Denn bei Gefälligkeitsleistungen handelt es sich nicht um eine wirtschaftlich motivierte Tätigkeit, die mit einer Gewinnerzielungsabsicht einhergeht, sondern um eine (kostenlose) Gefälligkeit.

Da es sich um eine Beschäftigung handeln muss, sollte die Grundlage ein Arbeitsvertrag bilden, der mindestens die Regelungen zu den Anwesenheitszeiten, der Vergütung, Kündigungsregelungen und dem Urlaubsanspruch umfasst.

Auch sollte die Tätigkeit beschrieben werden, damit bei Fragen der Minijob-Zentrale schnell geantwortet werden kann. Wichtig dabei ist, dass es sich um haushaltsnahe Tätigkeiten handelt.

Mehr Informationen dazu finden Sie in einer Broschüre der Minijob-Zentrale dazu.

Wissenswert: Ein Minijob im Privathaushalt kann sowohl als 450-Euro Minijob (geringfügig entlohnte Beschäftigung) als auch als kurzfristige Aushilfsbeschäftigung durchgeführt werden.