Praktikanten als Minijobber – Wie funktioniert’s?    6. Februar 2019

Für Praktikanten gilt eine wichtige Unterscheidung: Wenn Sie ein Praktikum im Rahmen eines Studiums ausüben, dann ist diese Tätigkeit – unabhängig von einem etwaigen Entgelt – sozialversicherungsfrei. Sie müssen jedoch die Verbindlichkeit dieses Praktikums nachweisen, z.B. durch Vorlage der Prüfungsordnung. Auch wenn Sie als Student ein Praktikum aus eigenem Antrieb absolvieren, das nicht im Rahmen Ihrer Prüfungsordnung vorgeschrieben ist, müssen Sie in aller Regel keine Beiträge zahlen: Ein solches Praktikum fällt – so lange es nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage andauert – unter die Regelungen für kurzfristige Minijobs. Letztlich müssen also weder studentische Praktikanten noch Ihr Arbeitgeber Beiträge zur Sozialversicherung zahlen.

Anders ist die Situation für Praktikanten im Rahmen einer betrieblichen Ausbildung: Wer als Auszubildender ein Praktikum absolviert, muss in jedem Fall reguläre Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Unabhängig von Dauer und Bezahlung können auch die Bestimmungen für Minijobs hier grundsätzlich nicht angewandt werden!