Minijobs 2019. Die wichtigsten Änderungen und warum Sie sich jetzt darum kümmern müssen!

10. September 2019

Alle Jahre wieder … ändern sich ein paar Regeln bei Minijobs und geringfügiger Beschäftigung. Damit Sie Strafen vermeiden und den Aufwand so gering wie möglich halten können, haben wir die wichtigsten Neuerungen in 2019 für Sie zusammengestellt.

Kurzfristige Minijobs – Zeitgrenzen bleiben bestehen

Eine gute Nachricht für Minijobber und Arbeitgeber:

Alle Arbeitnehmer, die einem kurzfristigen Minijob nachgehen, profitieren auch 2019 von den erweiterten Arbeitszeitregelungen. Sie können Ihre Beschäftigung weiterhin an 70 Arbeitstagen oder 3 Monaten im Kalenderjahr ausüben.

Kurzfristiger Minijob

3 Monate oder 70 Tage im Kalenderjahr

Die 2015 eingeführte Regelung sollte zunächst auf 4 Jahre [bis 31.12.2018] befristet sein, wird nun voraussichtlich aber dauerhaft gelten.

Mindestlohn 2019 – 35 Cent mehr die Stunde

Die Mindestlohn-Komission hat im Juni 2018 die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns vorgeschlagen. Nach Maßgabe der Bundesregierung wird der Mindestlohn zum 1.1.2019 und zum 1.1.2020 angehoben:

Allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn

1.1.2017 bis 31.12.2018 – 8,84 Euro
1.1.2019 bis 31.12.2019 – 9,19 Euro (aktuell gültig)
1.1.2020 bis 31.12.2020 – 9,35 Euro

Verdienstgrenze nicht überschreiten – weniger arbeiten

Alle Minijobber, die den Mindestlohn erhalten und aktuell 450 Euro im Monat verdienen müssen Ihre Arbeitsstunden reduzieren.

Maximale Anzahl an Arbeitsstunden

2018 50,90 Stunden im Monat
2019 48,96 Stunden im Monat (aktuell gültig)
2020 48,13 Stunden im Monat

Die mögliche Anzahl an Arbeitsstunden verringert sich also von 2018 bis 2020 um 2,77 Stunden.

Sie müssen jetzt handeln!

Eine Anpassung ist wichtig, da sonst die Entgeltgrenze von 450 Euro überschritten wird. Dann wird aus dem Minijob schnell eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Neue Fälligkeitsterime

Die fristgerechte Zahlung der Abgaben an die Minjob-Zentrale ist für Arbeitgeber Pflicht. Am drittletzten Bankarbeitstag des Monats sind die Abgaben fällig.
Bitte merken Sie sich die folgenden Fälligkeits- und Übermittlungstermine für 2019 vor:

Fälligkeits- und Übermittlungstermine im Jahr 2019:
MonatJan.Feb.Mrz.Apr.MaiJun.
Übermittlung des Beitragsnachweises bis24.21.24.23.23.23.
Fälligkeitstag (drittletzter Bankarbeitstag):29.26.27.26.28.126.
MonatJul.Aug.Sep.Okt.Nov.Dez.
Übermittlung des Beitragsnachweises bis24.25.23.24.24.18.
Fälligkeitstag (drittletzter Bankarbeitstag):29.28.26.29.127.23.2

1) Der maßgebende Tag orientiert sich am Sitz der Einzugsstelle. Der Sitz der Minijob-Zentrale befindet sich in Nordrhein-Westfalen. Dort ist der 30. Mai ein Feiertag und der 31. Oktober kein Feiertag.

2) Der 24. und 31. Dezember gelten nicht als Bankarbeitstage.

Quelle: www.minijob-zentrale.de

Rechtzeitig überweisen – sonst drohen Gebühren

Bei nicht fristgerechter Wertstellung des Abgabenbetrages auf einem Konto der Minijob-Zentrale werden Säumniszuschläge fällig. Deshalb jetzt die neuen Termine vormerken.