Minijob und ALG II: Wieviel bleibt vom Verdienst übrig?    30. August 2019

Minijob und ALG2

Der Verdienst aus einem Minijob gilt für Bezieher von ALG II als Einkommen, dass bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes II angerechnet wird.

Es gilt ein Freibetrag von 100€ im Monat.

Nach § 11b SGB II sind für Empfänger von Arbeitslosengeld II vom monatlichen Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit (z.B. Minijobs) für den Teil zwischen 100€ und 1000€  20 Prozent abzusetzen.

Was bedeutet das für Minijobber?

Zwei Beispiele sollen die Regelungen verdeutlichen:

 

300-Euro-Minijob

Bei einem Verdienst von 300€ im Monat und einem Freibetrag von 100€ bleiben 200€.
Von diesen 200€ werden 20 Prozent, also 40€ nicht angerechnet – 80 Prozent von 200€ (160€) werden auf das Arbeitslosengeld II angerechnet.

Bei einem Monatseinkommen von 300€ bleiben also 140€ übrig.

 

450-Euro-Minijob

450€ monatliches Einkommen – 100€ Freibetrag = 350€

350€ * 20 Prozent = 70€ bleiben anrechnungsfrei
350€ * 80 Prozent = 280€ werden beim ALG2 berücksichtigt

Insgesamt stehen dem Minijobber 170€ zur Verfügung

 

Was ist eigentlich ein Minijob?
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