Kann man mit einem Minijob riestern?

6. Februar 2019

Minijob und Riester-Rente

 

Die Riester-Rente

Die auf den Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung (1998 bis 2002) Walter Riester zurückgehende „Riester-Rente“, ist eine privat finanzierte, durch staatliche Zulagen geförderte, Rente.

Geringfügig Beschäftigte für die Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung besteht gehören zum unmittelbar zulagenberechtigten Personenkreis in der Riester-Rente.

Bei einem geringen Verdienst kann bereits die Besparung des Riester-Vertrags mit dem jährlichen Eigenbeitrag von 60€ (Sockelbetrag) genügen, um die volle staatliche Zulage zu erhalten.
Wer den Sockelbetrag nicht leistet, hat keinen Anspruch auf Zulagen.

Zulagen bei der Riester-Rente

Erwachsene:  175 Euro pro Jahr

Kinder: 185 Euro pro Jahr
Kinder (geb. ab 2008): 300 Euro pro Jahr

Die Profiteure der Riester-Rente sind also Geringverdiener und Familien mit Kindern.

Ein Beispiel

Walter R., Vater von zwei Kindern. Die Kinder wurden 2008 und 2010 geboren. Walter R. übt seit drei Jahren einen Minijob mit einem durchschnittlichen monatlichen Verdienst von 390 Euro im Monat (4680 Euro im Jahr) aus. Die volle staatliche Zulage für seinen Riester-Vertrag erhält Walter R., wenn er 4% vom rentenversicherungspflichtigen Einkommen des Vorjahres (4680 Euro * 4% = 187,20 Euro) einzahlt.
Von den zu leistenden 187,20 Euro werden nun die Grundzulage von Walter R. (175 Euro) und die Kinderzulagen von jeweils 300 Euro (gesamt 600 Euro) abgezogen.
Walter R. muss somit als Geringverdiener ausschließlich den Sockelbetrag von 60 Euro im Jahr in den Riester-Vertrag einzahlen, um die vollen staatlichen Zulagen von 775 Euro zu erhalten.