Befreiung von der Rentenversicherungspflicht

6. Februar 2019

Seit dem 01. Januar 2013 sind alle neu aufgenommenen Minijobs automatisch beitragspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dies gilt ebenfalls für ältere Beschäftigungsverhältnisse, deren Arbeitsentgelt über den Betrag von 400€ angehoben wird. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung beträgt zur Zeit 18,6% des monatlichen Einkommens, der zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufgeteilt wird:

  • Bei gewerblichen Minijobs zahlt der Arbeitgeber für Sie bereits 15% Ihres Gehalts in die Rentenkasse ein. Ihr Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung beläuft sich auf die restlichen 3,6% des Arbeitsentgelts.
  • Bei Minijobs in Privathaushalten liegt Ihr Anteil sogar bei 13,6%, weil der Arbeitgeberanteil dort lediglich 5% des monatlichen Einkommens beträgt.

Zur Berechnung des Rentenbeitrags werden aber immer mindestens 175€ monatlich zugrundegelegt, selbst wenn Sie weniger verdienen.

Sie bekommen dadurch zwar weniger Geld ausgezahlt, erwerben dafür aber einen höheren Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente. Möchten Sie das nicht, können Sie sich auf Antrag von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen.

Hierdurch entfällt aber natürlich nicht Ihr Rentenanspruch und auch die von Ihrem Arbeitgeber gezahlten Anteile gehen nicht verloren.

Was ist zu tun?

Für die Befreiung müssen Sie einen schriftlichen Antrag bei Ihrem Arbeitgeber einreichen. Einen Musterantrag zur Befreiung stellt die Minijobzentrale zur Verfügung.

Ab wann gilt die Befreiung?

Die Befreiung gilt rückwirkend ab dem Beginn des Kalendermonats, in dem der Antrag beim Arbeitgeber eingeht. Der Arbeitgeber muss Ihren Antrag innerhalb von sechs Wochen bei der Minjob-Zentrale anzeigen. Versäumt er diese Frist, so gilt die Befreiung nicht rückwirkend sondern erst ab dem Folgemonat der Meldung bei der Minijob-Zentrale.