Steuern für 450-Euro-Minijobs




Auch Minijobber müssen Steuern zahlen

Die Freiheit von Sozialversicherungsbeiträgen ist das Pfund, mit dem Minijobs wuchern können (insbesondere keine Arbeitslosenversicherung). Aber: Beitragsfreiheit heißt nicht Steuerfreiheit – das Arbeitsentgelt für einen Minijob ist stets steuerpflichtig.

Für die Besteuerung von Minijob-Einkünften gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Einheitliche Pauschalsteuer
  2. Auf Lohnsteuerkarte

Die Entscheidung über die Art der Besteuerung trifft der Arbeitgeber.

Ähnlich wie bei den Beiträgen zur Sozialversicherung, gibt es auch bei der pauschalen Besteuerung von Minijobs deutliche Unterschiede zwischen 450-Euro-Minijobs und kurzfristigen Minijobs.

450-Euro-Minijobs

Für die einheitliche Pauschalsteuer ist die Vorlage der Lohnsteuerkarte nicht nötig. Denn diese Pauschale wird nicht an das Finanzamt, sondern gemeinsam mit den anderen Abgaben für Minijobs an die Minijob-Zentrale abgeführt. Der Arbeitgeber kann diese Pauschale übrigens vom Gehalt seines Minijobbers abziehen (nicht jedoch bei Minijobs im Privathaushalt).

Die Höhe der Pauschalsteuer beträgt 2% des Arbeitsentgeltes. In diesem Satz sind Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag, aber auch – unabhängig von der Zugehörigkeit des Minijobbers zu einer Religionsgemeinschaft – Kirchensteuer enthalten.

Der Weg über die Lohnsteuerkarte

Entscheidet sich der Arbeitgeber gegen die Besteuerung per Pauschale, muss der Weg über die Lohnsteuerkarte des Minijobbers gewählt werden. Hier hängt dann die Höhe des Steuerabzugs wesentlich von der Steuerklasse des Minijobbers ab: So werden in den Steuerklassen I-IV bei einem Einkommen von 450 Euro monatlich wegen der geltenden Steuerfreibeträge in der Regel keine Steuern fällig. In den Steuerklassen V und VI hingegen fallen auch schon bei geringen Einnahmen Steuern an.

 

Letzte Aktualisierung: 4. Januar 2013

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